Übersicht
Peugeot gehört zur Stellantis-Gruppe und teilt sich Plattformen mit Opel und Citroën. Seit 2015 hat sich die Qualität deutlich verbessert; Modelle wie 3008, 308 und 208 erhielten Design- und Zuverlässigkeitspreise. Der PureTech-Dreizylinder-Benzinmotor hat jedoch ein massives Zahnriemenproblem, das Millionen Fahrzeuge betrifft – Käufer müssen dies kennen.
VIN-Präfix: VF3 = Peugeot (Frankreich), VR3 = Peugeot (neuere Modelle)
Häufige Probleme
Der PureTech-1,2-Dreizylinder-Turbomotor – verbaut in 208, 308, 2008, 3008 und Partnermarken – hat einen Zahnriemen, der vorzeitig reißen kann, teils vor 50.000 km. Stellantis verlängerte die Kulanz auf 10 Jahre/175.000 km. Riemenwechsel: 600–900 €. IMMER prüfen, ob schon gewechselt.
BlueHDi-Diesel nutzen AdBlue-SCR plus DPF. Stadtverkehr verstopft den DPF und kristallisiert AdBlue. Symptome: Warnleuchten, Zwangsregeneration, Notlaufprogramm. AdBlue-Düse wechseln: 400–700 €.
Das Aisin-EAT6-6-Gang-Automatikgetriebe in Modellen bis 2019 zeigt verzögerte Downshifts und Zögern. Das neuere EAT8-8-Gang (ab 2019) ist deutlich verbessert und eines der besten Automatikgetriebe im Segment.
Das hoch montierte Kombiinstrument (i-Cockpit) ist umstritten – manche Fahrer sehen das Lenkrad im Blickfeld. Kein Defekt, aber vor Kauf ausgiebig probe fahren. Digitales Display ab 2020 besser positioniert.
3008 und 5008 können ab 40.000–60.000 km ein Klopfen an der Vorderachse entwickeln, meist durch verschleißende Stabilisatorlager. Günstige Reparatur (100–200 €), aber ärgerlich, wenn nicht behoben.
Rückruf-Highlights
Der größte Peugeot-Rückruf ist die PureTech-Zahnriemen-Aktion, die Millionen Fahrzeuge aller Stellantis-Marken (Peugeot, Citroën, Opel, DS) betrifft. Weitere Rückrufe: 308-Motorhaubenverriegelung, e-208-Ladeelektronik, 3008-Hybrid-Akku-Kühlung.