Übersicht
Renault ist Frankreichs größter Autobauer und eine dominierende Kraft auf europäischen Märkten, insbesondere im erschwinglichen Kompaktsegment. Clio und Mégane zählen zu den meistverkauften Autos Europas. Gebrauchte Renault bieten ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis, doch der 1.2 TCe-Turbomotor und das EDC-Doppelkupplungsgetriebe haben bekannte Schwächen, die Käufer kennen müssen.
VIN-Präfix: VF1 = Renault (Frankreich), VF6 = Renault Transporter, UU1 = Renault (Dacia-Plattform)
Häufige Probleme
Der 1.2 TCe 115/130 ist wegen seines Kolbenringdesigns für extremen Ölverbrauch bekannt. Renault gewährte erweiterte Garantie und tauschte in einigen Märkten Motoren aus. Über 0,5 l/1000 km ist kritisch. Ölstand bei jedem Tankstopp kontrollieren.
Das Getrag DC4 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe in Clio IV, Captur und Mégane neigt zu Ruckeln, Zögern bei niedriger Geschwindigkeit und Kupplungsverschleiß. Ähnliche Symptome wie VW DSG DQ200. Reparatur: 1.500–2.500 €.
Der sonst zuverlässige 1.5 dCi kann ab ca. 100.000–150.000 km einen Laderschaden entwickeln. Warnzeichen: Ölqualm, Pfeifgeräusche, Leistungsverlust. Turbolader: 800–1.200 €.
Renault zeigt im Vergleich zu deutschen und japanischen Marken überdurchschnittlich viele Elektrikfehler. Häufig: Fensterheber, Zentralverriegelung, Kombiinstrument und Parksensoren.
Die meisten Renault-Motoren verwenden Zahnriemen statt Ketten; Wechsel alle 60.000–90.000 km oder 5 Jahre. Bei Riss Motorschaden. Letzten Wechselnachweis prüfen.
Rückruf-Highlights
Wichtige Renault-Rückrufe betreffen Bremsdefekte beim Clio IV/Captur, Fehler an der Motorhaubenverriegelung beim Kadjar, Ladeprobleme beim Zoe sowie Kraftstoffleckagen bei Scenic/Grand Scenic. Renault rief zudem bestimmte 1.2 TCe-Motoren wegen übermäßigen Ölverbrauchs mit erweiterten Garantieprogrammen zurück.